G E R T  J Ä G E R
BIOGRAPHIE
Vita
BIOGRAPHIE
1 956 geboren in Ratheim / Maasland - Seit 1990 freischaffend tätig in den Arbeitsbereichen Grafik, Objekt und Installation mit dem Schwerpunkt Bildhauerei. - Neben der eigenen künstlerischen Arbeit unter anderem Dozententätigkeit und Organisation und Mitarbeit bei öffentlichen Kunstprojekten. - Seit 2004 Durchführung eigener interdisziplinärer Aktionen mit Musik und Literatur. - Regelmäßig Atelierausstellungen und Einzel- und vorzugsweise Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland. - Seit 1997 Arbeiten für den öffentlichen Raum.
Die Arbeiten beinhalten in sich Gegensätze welche durch Form, Farbgebung und Komposition zum Ausdruck gebracht werden. Expressiv herausgearbeitete Gegensätze von Masse und Hohlform, Formenwechsel von konkav zu konvex, unterschiedliche Materialien oder architektonische Strenge kombiniert mit organisch, morbider Struktur, erzeugen in ihrem Gegenspiel eine große Spannung. Seine bildhauerischen Arbeiten sind durch händisches Erarbeiten im Atelier meist klein dimensinoniert und ohne industriellen Ausdruck. Die Sparsamkeit ist hier zugleich intellektuelle Verdichtung und Vorüberlegung. In ihnen werden reduzierte und zeichenhafte Formwelten der Natur, die durchaus auf lange kulturelle Tradition zurückweisen, wie etwa Häuser, Boote oder Tierhörner zu ashetischen Sinnbildern geformt. Dabei mag durchaus ein tagesaktueller Anlass den gesellschaftskritisch sensiblen Künstler verlockt haben aber er münzt die Aussage in etwas Grundsätzliches um. Er ist ein Künstler, der nicht auf archaische Formulierung und unhinterfragte Traditionen zurückgreift, sondern stets den Geist der Freiheit und der Individualität des Ausdrucks einbringt. Das experimentelle Ausloten der Grenzen des Materials, Fundstücke, gesteuerter Zufall, der ertwas offenlässt, nie eine Schublade bedienende Formenwelt, sondern ein optischer und geistiger Anreiz zugleich. Ein erarbeiteter Ahnungsraum, nicht allein eindeutiges kennzeichnet seine Werke. Zwiesprache der Formenwelten oder in Teile zerlegten Arbeit untereinander lässt den Betrachter zum Teilhaber an gegensätzlichen Positionen oder Materialwirkungen werden und fordert als Vermittler zu eigenen Stellungnahmen heraus…. Dr. Dirk Tölke, Kunsthistoriker Das Werkspektrum ist vielseitig, ungebunden und nicht unbedingt auf ein Material oder eine Technik oder gar eine gleichartige Gestalt reduziert. Ursächlich dafür könnte die Ausbildung im Selbststudium sein, frei von Studienplänen und Dozenten-Einfluss war die künstlerische Entwicklung weitgehend selbstbestimmt. Die Eigenbezeichnung in der Kurz-Vita, als künstlerisch freischaffend, erscheint da durchaus treffend. Die Kunst Gert Jägers ist vielseitig, wenn auch in den letzten Jahren besonders seine skulpturalen Großprojekte in den Fokus gelangen. Die Bildhauerei, der Ausdruck im dreidimensionalen Raum ist sicherlich der wichtigste Werkkomplex. Doch auch im Bereich der Fotografie hat er ein eigenständiges Oevre geschaffen, wenngleich seine Bilder häufig dienend gegenüber der Skulptur erscheinen. Zeichnungen, Grafik und Objekte, auch gern mal mit humorvollem Augenzwinkern, runden sein Werk ab. Jägers besonderer Blick für den Raum, bei der Fotografie meist der Natur, wird in allen Werkteilen deutlich. Im Bereich der Skulptur ist es die Vielfalt des Material, oft werden unterschiedliche Materialitäten in einem Werk miteinander verbunden, die ihn interessiert und die spannungsreich in Form gesetzt wird. Doch auch Farbgebungen finden in seinen Arbeiten Berücksichtigung - ob Stein, Metall oder Holz - hell und dunkel kommen zusammen, patinierte und polierte Oberflächen sprechen von farbiger Differenz. Seine Skulpturen zeigen dabei eine hohe Varianz. Die Oberflächen der Plastiken reichen von polierter Bronze über die Ästhetik rostenden Stahls bis zur porösen Optik von Schlackengestein. Anfänglich stark der Figur verpflichtet abstrahiert sich der Ausdruck, findet aber immer auch wieder zur Figuration zurück. Kommunikation spielt ebenfalls eine große Rolle - sowohl werkimmanent als auch bezogen auf den umgebenden Raum…. Dr. Christine Vogt, Direktorin der Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen © 2016                                                                                                                                                                                                                  Datenschutzerklärung      Impressum     Kontakt ,